1. JJJC Lünen tritt dem Qualitätsbündnis „Schweigen schützt die Falschen“ bei

Klaus Stindt (2. v. r.) und Heike Tatsch (3. v.r.) bei der Übergabe der Beitrittsplakette

Als erster Sportverein im Kreis Unna ist der 1. JJJC Lünen dem LSB
Qualitätsbündnis „Schweigen schützt die Falschen“ beigetreten.
Das Qualitätsbündnis wurde auf der Grundlage der Initiative “Schweigen
schützt die Falschen” durch den Landessportbund NRW und seiner Sportjugend
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund entwickelt und wird
von der Staatskanzlei NRW unterstützt.

Ziel des Qualitätsbündnisses ist es, sexualisierter und interpersoneller Gewalt
im Sport wirksam vorzubeugen und diese zu bekämpfen. Dazu werden
maßgeschneiderte Qualitätsstandards zur Prävention und Intervention
gemeinsam entwickelt und innerhalb der Vereinsstruktur installiert. Zentraler
Gedanke dahinter ist die enge Vernetzung und der Transfer von Fachwissen im
organisierten Sport.

Mit dem Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller
Gewalt im Sport gibt der Landessportbund NRW den Sportvereinen,
Sportverbänden und Stadt- und Kreissportbünden konkrete Hilfestellung, um
das Thema im Sport zu enttabuisieren, Präventionsmaßnahmen umzusetzen
sowie in Krisen- und Verdachtsfällen Orientierung zu erhalten und
handlungsfähig zu bleiben.

Um Mitglied im Qualitätsbündnis zu werden, müssen die Sportorganisationen
zehn Qualitätskriterien umsetzen und installieren. Zu diesen Qualitätskriterien
gehören u. a. die Aufnahme eines entsprechenden Passus in die
Vereinssatzung, die Durchführung einer Risikoanalyse, das Erstellen eines
Schutzkonzeptes oder auch der Aufbau eines lokalen Netzwerks.

Der 1. JJJC Lünen hat sich im November 2023 in einer Vereinsberatung durch
den Landessportbund auf den Weg gemacht, um in das Netzwerk
aufgenommen zu werden. Über mehrere Monate hinweg wurden dann alle zehn
Qualitätskriterien erarbeitet, was schließlich zur Aufnahme in das
Qualitätsbündnis mündete.

In der Jahreshauptversammlung des 1. JJJC Lünen wurde nun das
Schutzkonzept den Anwesenden vorgestellt und auch in Broschürenform
ausgegeben.

Im Anschluss daran ließ es sich Klaus Stindt, Vorstandsvorsitzender des
Kreissportbundes Unna, nicht nehmen, die Beitrittsplakette persönlich zu
überreichen und dem Verein zu gratulieren.

Heike Tatsch, die als Vereinsvorsitzende im Erarbeitungszeitraum und jetzige
Präventionsbeauftragte die Erarbeitung des Schutzkonzeptes maßgeblich
vorangebracht hat, fasst es so zusammen: „Die Erstellung des
Schutzkonzeptes war ein hartes Stück Arbeit, aber wenn wir damit nur ein Kind
vor Übergriffen schützen können, dann war es das wert! Es erfüllt mich mit
Stolz, dass wir der erste Sportverein im gesamten Kreis Unna sind, der dem
Qualitätsbündnis beigetreten ist und wünsche mir, dass noch viele weitere Vereine folgen werden, damit auch hier eine gute Vernetzung zum Schutz der
vulnerablen Gruppen erfolgen kann.“

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